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poniedzia³ek, 19 stycznia 2009
Issue 169, Internet resources newsletter
INTERNET RESOURCES NEWSLETTER 1. COMMENT TimeMaps Atlas of World History ------------------------------- ----- Original Message -----
From: <IRN@hw.ac.uk> To: <sowa-frankfurt@t-online.de> Sent: Monday, January 19, 2009 10:12 PM Subject: Issue 169, Internet resources newsletter
sobota, 25 pa¼dziernika 2008
Obama in Analysen vorn – doch:
„Positive Wahlumfragen machen noch keinen US-Präsidenten“
![]() Wahlkampf im Visier der Forschung: Universität Hohenheim liefert
Themen, Analysen, Hintergründe zur US-Präsidentschaftswahl (Teil 4)
Obama habe bereits gewonnen, verkünden einige Wahlpropheten in den USA. Doch auch das Gewerbe der modernen Propheten in den Umfrageinstituten ist ein zweischneidiges Schwert – Meinungsforschung und Meinungsmache, das liegt eben manchmal sehr nah beieinander, befürchten zumindest europäische Kritiker. „Das Wettrennen der Parteien bekommt oft mehr Aufmerksamkeit als die politischen Inhalte“, weiß Prof. Dr. Frank Brettschneider, Wahlforscher der Universität Hohenheim. Den Weltrekord im Berichten halten die US-amerikanischen Medien, die täglich bis stündlich neue Daten liefern – bis das letzte Wahllokal geschlossen hat. Doch der Kommunikationswissenschaftler beruhigt: Umfrageergebnisse verändern zwar die politische und journalistische Kultur in den USA – und zunehmend auch in Europa – ein Volk von Mitläufern erzeugen sie deshalb noch lange nicht. Aufhören, wenn es am schönsten ist – das wäre unamerikanisch. Am spannendsten sind Wettrennen schließlich immer am Schluss: „Hausinterne Meinungsforschungsinstitute der großen US-Zeitungen analysieren nicht nur täglich Effekte einzelner Wahlkampfveranstaltungen, sie versorgen Wähler und Parteien buchstäblich bis zur letzten Sekunde mit selbstproduzierten Zahlen“, berichtet Prof. Dr. Frank Brettschneider, Kommunikationswissenschaftler der Universität Hohenheim. „Aufgrund der unterschiedlichen Zeitzonen ist es den Bewohnern der Westküste sogar möglich, den Gang zur Urne mit ersten handfesten Auszählungsergebnissen aus dem Osten wie New York, Maine oder Massachusetts anzutreten.“
Angst vor Herdentrieb unberechtigt So stoppt die Bundesrepublik die Stimmungsberichte am Wahltag, in Frankreich gilt das Verbot eine ganze Woche vor der Wahl, Polen hält vierzehn Tage für angemessen und italienische Wähler werden – zu ihrem eigenen Wohl – sogar einen Monat lang vor möglicher „Manipulation“ durch Umfrageergebnisse abgeschirmt. „Sogar viele Journalisten sprechen sich für eine
Ausweitung der Sperre aus“, weiß Prof. Dr. Brettschneider. Doch die
Wählerinnen und Wähler sind weniger anfällig für Beeinflussung, als
intellektuelle Kritiker annehmen. „Sehr gut untersucht ist etwa der so
genannte Western-Voting-Effekt“, berichtet der
Kommunikationswissenschaftler. Ergebnis: „Wähler an der Westküste
stimmen nicht anders ab, wenn sie von den Stimmauszählungen der
Ostküste erfahren haben.“(...)
wtorek, 30 wrze¶nia 2008
Internationale Konferenz "Ritualdynamik und Ritualwissenschaft/Ritual Dynamics and the Science of Ritual" - Heidelberg
Internationale Konferenz "Ritualdynamik und Ritualwissenschaft/Ritual Dynamics and the Science of Ritual" des Sonderforschungsbereichs 619 "Ritualdynamik" der Universität Heidelberg in der Aula der Neuen Universität gestern feierlich eröffnet Mit einem rituellen Jagar-Lied aus dem indischen Srinagar, das die Götter herbeirufen soll, eröffneten Pritam Barthwan, einer der populärsten Volkssänger Indiens, und Prof. Data Ram Purohit von der H.N.S. Garhwal Universität in Srinagar die Konferenz des SFB 619 vor gut 600 Gästen. Zum denkwürdigen Anlass angereist war bereits, wer in der Ritualforschung Rang und Namen hat, gilt der SFB 619 hierin doch weltweit als führend. Über 260 Experten aus mehr als 15 Fachdisziplinen werden im Rahmen der Konferenz referieren, darunter internationale Kapazitäten wie Jan Assmann, Fritz Staal, Ronald Grimes und Jan Heesterman. Die Konferenz des SFB 619 ist damit eine der umfassendsten geisteswissenschaftlichen Konferenzen der Universität Heidelberg.
Der Rektor der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Bernhard Eitel, begrüßte die internationalen Gäste freudig: "Grußworte sind ein Ritual, über dessen Sinn und Nutzen, über deren Wandelbarkeit und Dynamik sie in den nächsten Tagen zwar auch diskutieren mögen. Doch die Interdisziplinarität des SFB 619 belegt in einzigartiger Weise, dass die Zusammenarbeit exzellenter Einzeldisziplinen das Potential birgt, größte Herausforderungen zu meistern - Herausforderungen denen sich Menschen, Gesellschaften und Nationen in einer sich rasant wandelnden Welt mehr und mehr stellen müssen." Eitel betonte, dass gerade den Geisteswissenschaften hierbei eine immens wichtige Stellung zukomme. Stolz sei er darauf, dass der SFB 619 das Exzellenzcluster "Asia and Europe in a global context. Shifting assymetries in a cultural flow" wesentlich geprägt habe und damit enorm zur Stärkung der Position der Geisteswissenschaften in Heidelberg beigetragen habe. Dem einzigartigen Vorhaben wünschte er gutes Gelingen. Bürgermeister Dr. Joachim Gerner bekundete, dass es ein besonderes Verdienst dieser Konferenz sei, die in der Presse schon jetzt als Meilenstein der Ritualforschung bezeichnet wird, die Forschungsergebnisse mit einem in dieser Form noch nie dagewesenen Rahmenprogramm aus dem Elfenbeinturm Forschung hinaus in die Öffentlichkeit zu tragen. Wissenschaft allgemein verständlich zu machen, sei eine wichtige Herausforderung der Gegenwart, denn wenn wir die Rituale der anderen verstehen, wenn wir erkennen, dass sie dem grundlegenden menschlichen Bedürfnis nach Zusammenhalt, Ordnung und Sinn entspringen, sei die Basis für den friedlichen Dialog der Kulturen in einer globalisierten Welt geschaffen. Ausdrücklich bedankte sich Gerner für das Engagement des SFB 619,das viel zum Renommee der Stadt Heidelberg mit ihrem Fokus auf Wissenschaft beitrage. Am Ende brachte Prof. Dr. Axel Michaels, Sprecher des SFB 619 und des Exzellenzclusters "Asia and Europe in a global context", die Ziele der Konferenz auf den Punkt. Es mangele wahrlich nicht an Ritualstudien oder -theorien. Doch wolle man Rituale nicht mehr nur als mehr oder weniger willkürliche Phänomene betrachten, so gelte es die exakten Bedingungen, Modi und Funktionen rituellen Handelns in verschiedenen Kulturen der Gegenwart und Vergangenheit näher zu bestimmen. Der SFB 619 sei Pionier auf diesem Gebiet, denn noch nie zuvor wurde diese Anstrengung interdisziplinäre vorangetrieben. Die Frage nach der Dynamik der Rituale könne damit nicht nur die Ritualtheorie erweitern und erneuern, sondern sei eine Fragestellung mit gesellschaftlicher Relevanz. Michaels bedankte sich allen voran bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die den SFB 619 seit dem Jahre 2002 fördert und Hauptförderer der Konferenz ist, zu der auch die Stadt-Heidelberg-Stiftung einen wesentlichen Beitrag geleistet hat. Noch bis zum 2. Oktober wird Heidelberg das Eldorado der internationalen Ritualforschung sein und mit Veranstaltungen wie der Altstadtführung Heidelberg rituell zugleich weit über den akademischen Rahmen hinaus wirken. Kontakt: Alexandra Heidle, M.A. Geschäftsführerin SFB 619 "Ritualdynamik" Tel. 06221 54 88 47, Fax 54 87 99 heidle@uni-heidelberg.de http://www.rituals-2008.com Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an: Dr. Michael Schwarz Pressesprecher der Universität Heidelberg michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de Irene Thewalt presse@rektorat.uni-heidelberg.de | ||||||||